03.03.2021 12:04 Uhr

Stufenplan für den Wiedereinstieg in den Vereinssport

WTV schließt sich Forderungen des LSB NRW an

Der vierte Monat des Stillstands im organisierten Sport hat begonnen und in sechs Wochen jährt sich bereits der Tag, an dem der erste Lockdown beschlossen wurde. Der Landessportbund NRW ist davon überzeugt, dass der Wiedereinstieg in den Sport in 2021 anders verlaufen muss als in 2020.

Deswegen hat der LSB in sechs einstündigen digitalen Hearings Vertreter*innen aus Vereinen, Bünden, Verbänden und der Sportjugend nach ihren Erfahrungen aus 2020 und ihren Vorschlägen für den Vereinssport in 2021 befragt.

Als Ergebnis wurden drei zentrale Forderungen an die Politik formuliert und ein konkreter Vorschlag für einen Stufenplan entwickelt. Der Westfälische Tennis-Verband steht vollständig hinter den Forderungen. Kernforderungen sind eine radikale Vereinfachung der Corona-Schutzverordnung für den Bereich des Sports und eine Angleichung der Vereinsöffnung für Kinder und Jugendliche an die Öffnung von Kitas und Schulen. Die Vorschläge und Forderungen hat der LSB der Staatskanzlei NRW übergeben und dort auch in Gesprächen vorgestellt.

Drei Forderungen für den Wiedereinstieg in den Vereinssport in NRW

Die konkreten Forderungen des Landessportbundes NRW im Wortlaut:

Vorab: Wir stellen keine Forderungen bezüglich des Zeitpunkts genereller Lockerungen des Lockdowns. Der organisierte Sport war und bleibt compliant zu den diesbezüglich grundsätzlichen Entscheidungen von Bundes- und Landespolitik!

1. Inzidenzwertorientiertes Stufenmodell landesweit umsetzen!

Voraussetzung ist eine Festlegung von Inzidenzwerten durch die Politik wie z.B. im Stufenmodell des Landes Schleswig-Holstein vom 26.01.2021. Darauf aufbauend bieten wir ein einfaches, sicheres und landesweit umsetzbares Stufenmodell für den Wiedereinstieg in den Vereinssport an (siehe Anlage unten).

Sportvereine können diese Stufen kontrolliert umsetzen. Sie bieten sicheres Sporttreiben unter Anleitung, mit festen Regeln, festen Orten und festen Gruppen. Sie können auf erprobte Hygienekonzepte aus 2020 zurückgreifen.

2. Vereinssport für Kinder und Jugendliche am Kita-/Schulbetrieb ausrichten!

Im zweiten Lockdown 2020 wurde die Sportausübung für Kinder und Jugendliche in den Sportvereinen vollständig untersagt, während der Schulsport (zeitweise) unter definierten Bedingungen weiter stattfinden konnte. Sportvereine bieten aber nach allen Erkenntnissen das gleiche Schutz-/Risikoniveau wie Kitas und Schulen. Deswegen fordern wir für die Öffnungsschritte in 2021 ein einheitliches Vorgehen für den Kinder- und Jugendsport in Kitas, Schulen und Sportvereinen. Das schafft Handlungssicherheit für alle Akteure (auch die Kommunen), erhöht die Akzeptanz politischer Entscheidungen bei allen Beteiligten durch Gleichbehandlung, fördert die Entwicklung und den Transfer von Best-Practice-Modellen und unterstützt die Wiederaufnahme von Kooperationen zwischen Kitas, Schulen und Sportvereinen. Mithin ein Gewinn für alle, vor allem aber für die Kinder und Jugendlichen, die dringend Bewegung, Spiel und Sport benötigen.

3. Verständliche Regeln in der Corona-Schutzverordnung schaffen!

Was nicht über das o. g. Stufenmodell geregelt werden kann (z. B. Zulassung von Zuschauern, Nutzung der Nebenräume von Sportanlagen etc.), muss in der Corona-Schutzverordnung einfacher als bisher geregelt werden. Und diese Regeln müssen (auch von den Kommunen) landesweit einheitlich angewendet werden. Wir fordern dazu ein abgestimmtes Vorgehen zwischen Landesregierung, Landessportbund und Kommunalen Spitzenverbänden.

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