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Daniel Masur: „Ich habe das Gefühl, am Tennis zu wachsen“

Daniel Masur: „Ich habe das Gefühl, am Tennis zu wachsen“

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Der 22-jährige Münchener Daniel Masur spricht im Interview von seinen Anfängen auf dem Tennisplatz, über sein Team, die Vorbereitung auf wichtige Spiele, das Highlight seiner bisherigen Karriere, seinen großen Traum und er erklärt, warum ihn das Leben als Tennisprofi erfüllt.

2017_Daniel Masur
Daniel, wie kamst du zum Tennis und in welchem Verein hast du begonnen?
Meine Eltern sind beide Trainer und haben eine Tennisschule. Schon früh habe ich dort die ersten Bälle gespielt, regelmäßiges Training habe ich seit meinem fünften Lebensjahr. Mein erster Verein war der SG Rodenberg.

Wo trainierst du heute und wer gehört zu deinem Team?
Ich trainiere in der Tennis Base Oberhaching, einem der vier DTB-Bundesstützpunkte. Zu meinem Team gehören Davis Cup-Kapitän Michael Kohlmann, mein hauptverantwortlicher Trainer Lars Übel, unser Konditionstrainer Jonathan Januschke und Ralf Philipowski ist der Physiotherapeut der Base.

Hast du vor wichtigen Matches ein Ritual, um dich einzustimmen?
Ein richtiges Ritual habe ich nicht, aber natürlich schon Präferenzen, was die Einspielzeiten oder den Essens-Rhythmus angeht. Ich spiele mich am liebsten erst eine Stunde vor dem Match ein, damit ich nicht mehr zu viel Wartezeit habe. Außerdem höre ich vor den Matches immer Musik. Wenn ich zu Hause meine Tasche packe, auf dem Weg zum Turnier, in der Bahn oder im Auto und während ich mich auf das Match vorbereite, höre ich immer meine eigene Playlist.

War deine Davis Cup-Teilnahme für Deutschland gegen Polen im vergangenen Jahr ein besonderes Erlebnis?
Es war immer mein Traum eines Tages Davis Cup-Spieler zu werden, deswegen war meine Teilnahme natürlich ein Riesen-Highlight. In meiner Heimatstadt Berlin den Teamsieg zu erringen und einen Teil dazu beigetragen zu haben, war ein tolles Gefühl. Mit dem Team um Daniel Brands, Florian Mayer und Lennard Struff komme ich super klar und wir haben auch abseits des Platzes viel miteinander zu tun. Teamchef Kohlmann kenne ich auch schon sehr lange und werde seit einiger Zeit von ihm betreut.

Welche Turnierteilnahme ist dein großer Traum?
Mein großer Traum ist die Hauptfeldteilnahme bei einem Grand Slam. In diesem Jahr habe ich bereits an den Qualifikationen teilgenommen. Am liebsten würde ich bei den Australian Open aufschlagen, weil das einen guten Einstieg in die Saison bieten würde und der Weg für die nächsten Monate vielleicht schon etwas geebnet ist, wenn man dort erfolgreich gespielt hat.

Reist du gerne und wo hat es dir bisher am besten gefallen?
Reisen gehört zum Leben eines Tennisprofis dazu und macht mir auch viel Spaß, aber natürlich ist man auch gerne mal für einige Wochen zu Hause bei Freunden und Familie. Von den Ländern, in denen ich bisher war, gefällt mir Australien am besten. Es ist eine sehr weite Reise, aber das Wetter, die Leute und die Turniere sind dort einfach super.

Was machst du, wenn du nicht gerade auf dem Tennisplatz stehst?
Ich bin sehr unternehmungsfreudig und gesellig. Bei gutem Wetter fahre ich oft zu einem der vielen Seen im Münchener Umland oder an die Isar. Dass man in München so viele Möglichkeiten hat, genieße ich sehr und gehe auch häufig in der Stadt etwas essen, ins Kino, zum Fußball oder treffe Freunde.

Wer ist dein Idol und bist du schon einem der großen Spieler persönlich begegnet?
Überall steht, dass Novak Djokovic mein Idol ist, aber eigentlich kann ich das gar nicht so sagen. Ich mag auch Roger Federer und Rafael Nadal. Alle Spieler an der Spitze sind unglaubliche Athleten, sowohl von ihrer sportlichen Leistung als auch charakterlich. Ich versuche mir bei allen das beste herauszusuchen und für mich zu verwerten. Die bekannten Spieler trifft man immer mal wieder auf den großen Turnieren wie den Grand Slams und mit Nadal habe ich sogar vor zwei Jahren einmal am Rothenbaum trainiert.

Was begeistert dich an der Sportart Tennis?
Ich finde, es gibt nichts Schöneres als zu gewinnen und zu wissen, dass man alleine dafür verantwortlich ist. Außerdem kann man nicht wie beim Fußball eine Führung über die Zeit retten, sondern muss jedes Spiel wirklich gewinnen. Ich mag es, Verantwortung zu übernehmen das geht nur in wenigen Sportarten so wie beim Tennis.

Tennisprofi zu werden war schon immer mein Traum, weil…
…es mir unglaublich Spaß macht, mein Hobby zum Beruf zu machen. Das Reisen in viele neue Städte und Länder ist toll und es wird nie langweilig. Ein Bürojob wäre dagegen nichts für mich, weil ich immer gerne neue Sachen sehe und ausprobiere. Mich jede Woche mit den besten Spielern aus meiner Sportart messen zu können und immer etwas dazuzulernen, erfüllt mich. Ich habe das Gefühl, am Tennis zu wachsen und meinen Horizont ständig zu erweitern.

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