Main menu

29. Gerry Weber Indoor Open: Lokalmatador Lennart Zynga verteidigt Titel

29. Gerry Weber Indoor Open: Lokalmatador Lennart Zynga verteidigt Titel

Artikelbild: 

Einen Tag nach seinem 26. Geburtstag macht er sich selber noch ein schönes Geschenk. Und dieses war zudem noch mit 900 Euro verziert gewesen. Am 22. Oktober gewann Lennard Zynga die mit insgesamt 5.000 Euro Preisgeld dotierten GERRY WEBER Indoor Open in HalleWestfalen und setzt seine erfolgreiche Siegesserie fort. Mit einem überzeugenden 6:4, 6:1-Sieg im Finale gegen Philipp Scholz (TC Kaunitz), der in der kommenden Sommersaison für den Zweitliga-Aufsteiger TuS Sennelager spielen wird, war dies sein vierter Titelgewinn in Folge. „Es läuft“, so der schlaksige Zynga, „und 19 Siege in Folge sind schon recht ordentlich.“ Dass in dieser angelaufenen Hallenrunde 2017 keine weiteren Turniersiege hinzukommen werden, ist in seinem Job begründet. Trotz seines jungen Alters hat der aus dem westfälischen Haltern am See stammend Zynga seine Profilaufbahn aufgegeben, denn gesundheitliche Probleme ließen keine sportliche Kontinuität aufkommen. So ist Zynga heute Trainer in der GERRY WEBER BreakPoint Base und coacht nun den 16-jährigen Kanadier Justin Boulais (Blau-Weiss Halle) auf der ITF-Future-Tour mit dem Start in Griechenland.
Problemlos war Lennard Zynga als Nummer eins der Setzliste in das 29. Nationale Preisgeld-Hallenturnier im Gerry Weber Sportpark gestartet und gab bis zum Halbfinale lediglich elf Spiele ab. Die Vorschlussrundenbegegnung gegen Fabian Rönsdorf (Blau-Weiß Lechenich), der zum Auftakt den an Nummer drei gesetzten Vorjahressieger Christopher Koderisch (Blau-Weiss Halle) mit 6:4, 7:5 aus dem Wettbewerb warf, gab beim Stande von 0:6, 3:5 auf Grund von Rückenproblemen auf. Im Finale war überraschenderweise der Ex-Versmolder Scholz der Kontrahent, denn der an zwei gesetzte Dominik Bartels (Suchsdorfer Sportverein) unterlag völlig unerwartet mit 3:6, 4:6 dem aus Toronto stammenden Jungprofi Boulais. Der wiederum scheiterte in der Runde der letzten Vier (3:6, 4:6) an dem Jura-Studenten Scholz. „Lennart hat auch sehr gut gespielt“, so ein fairer Verlierer nach dem Finale, der sein Augenmerk auch mehr auf sein Studium an der Uni in Bielefeld gerichtet hat: „ Ich trainiere höchstens dreimal in der Woche, doch es macht mir immer noch viel Spaß - trotz der Doppelbelastungen - Tennis zu spielen. Und deshalb will ich es auch mit Sennelager in der zweiten Liga noch einmal versuchen.“

Die Damen-Konkurrenz, im Übrigen war dies das letzte Turnier der westfälischen Dunlop Ladies Cup-Serie 2017, gewann Anica Stabel vom LTTC Rot-Weiss Berlin. Die 18-Jährige profitierte im Halbfinale von der verletzungsbedingten Aufgabe der Titelverteidigerin Shaline-Doreen Pipa (DTV Hannover), die auf Grund einer Blase im Fuß beim Stande von 3:6, 1:2 das Match vorzeitig aufgeben musste. Die gleichaltrige Niedersächsin war es auch, die in der Runde zuvor im Viertelfinale mit Franziska Kommer die letzte Vertreterin des TC Blau-Weiss Halle mit einem Zweisatzsieg das Weiterkommen verhinderte. Überzeugende Leistungen bot bis ins Finale die topgesetzte Natalie Pröse von der TGS Bieber Offenbach. Die 27-jährige Hessin besiegte unter anderem im Viertelfinale die talentierte 15-jährige Mina Hodzic (TC Bredeney) mit 1:6, 6:1, 10:8 und erreichte nach der Aufgabe von Lisa Mätschke (SV Berliner Bären) in der Runde der letzten Vier beim Stande von 6:2, 3:2 das Finale. Allerdings erwies sich an diesem Sonntag die Aufgabe als zu schwer, denn die gut aufspielenden Berlinerin machte das Spiel auf dem schnellen Teppichboden noch schneller und mit einem 6:3, 6:0-Sieg kam sie zum 900 Euro Preisgeld dotierten Titelgewinn. Im Übrigen ist es für Anica Stabel nach dem Erfolg beim Eichen-Cup von Tura Elsen der zweite Turniersieg innerhalb der Dunlop Ladies Cup-Serie.

Zum Turnier

Kategorie: 
© 2017 WTV - der innovative Tennis-Verband