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14. Gronau Open: Marina Melnikova setzt sich im Finale gegen Franziska König durch

14. Gronau Open: Marina Melnikova setzt sich im Finale gegen Franziska König durch

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Marina Melnikova (DTB 42/TC Moers 08) hat die mit 11.500 Euro dotierten 14. Gronau Open um den R+V Cup gewonnen. Sie siegte im Finale mit 6:1, 6:2 gegen Franziska König (DTB 43/MTTC Iphitos München), die es damit verpasste, sich erstmals in der Turniergeschichte zwei Mal in die Siegerliste einzutragen. König hatte das Turnier 2013 gewonnen, in diesem Jahr war aber Melnikova die dominierende Spielerin, die an sieben Gesetzte gab auf ihrem Weg zum Titel nicht einen Satz ab - im Halbfinale hatte sie die an drei gesetzte Julyette Steur (RTHC Bayer Leverkusen) mit 6:1, 7:5 bezwungen.


Siegerin Marina Melnikova (l.) und Finalistin Franziska König © Nadine Eckrath

Die 14. Auflage der von der Volksbank Gronau-Ahaus präsentierten Gronau Open um den  R+6V Cup bot ein 5-tägiges Tennis-Spektakel der Spitzenklasse mit Teilnehmerinnen aus ganz Deutschland. Bereits in der Qualifikation am Mittwoch und Donnerstag zeigten sich die zahlreichen Zuschauer beeindruckt von den Leistungen der oft noch sehr jungen Spielerinnen. Kein Wunder, denn bereits ab Ranglistenposition 100 gab es keinen Platz mehr im Hauptfeld. Denn gleich 10 Spielerinnen aus den Top 50 und 21 aus den Top Hundert hatten in der Grenzstadt gemeldet, so dass die Setzliste der besten acht bereits mit Rang 43 endete und den ergatterte noch soeben die Siegerin von 2013, Franziska König.

So kam es bereits in den ersten Spielen des Hauptfeldes ab Freitag zu richtigen „Kracherpaarungen“. Lara Schmidt, die Nr.  2 des Turniers und mit Ranglistenposition 30 musste in einem begeisternden Match Estalla Jäger in drei Stunden mit 6:4, 6:2 niederringen. Im Achtelfinale kam es zu ähnlich guten wie dramatischen Kämpfen. Die 6. der Setzliste, Janna Hildebrand (Nr.37 DTB) musste  gegen Julia Kimmelmann (43 DTB) ebenso in drei Sätzen die Segel streichen wie Chantal Sauvant gegen Carolin Schmidt (33 DTB).

Die Halbfinals und das Finale am Sonntag lockten so zahlreiche tennisbegeisterte Zuschauer auf die Anlage von Grün 3gold Gronau, dass selbst die Stehplätze knapp wurden. Die Halbfinals wurden zu einer Art „rheinischer und bayrischer Meisterschaft“. In der oberen Hälfte trafen, nachdem die Nummer 1 des Turniers bereits ausgeschaltet war, Marina Melnikova, TC Moers, und Julyette Steur, RTHC Bayer Leverkusen aufeinander, die mit ranglistenplatz 32 die Nummer drei der Gronau Open war. Melnikova behielt mit 6:1, 7:5 die Oberhand. Auch im anderen Halbfinale unterlag die favorisierte Lara Schmidt, Nürnberg, Franziska König, MTTV Iphitos München

Die Top sechs der Setzliste waren somit ausgeschieden. Mit Melnikova und König qualifizierten sich die“ jungen Ältesten“ im Feld (28 bzw. 27 Jahre) für das Finale und zeigten, dass neben dem Powertennis der nachdrängenden  Generation auch Erfahrung und Cleverness für den Erfolg wichtig sind.

Im Finale breakte König gleich das erste Aufschlagspiel von Melnikova, hatte bei eigenem Service mehrmals Einstand und Vorteil, aber Melnikova glich zum 1:1 aus. König zeigte einen sehr starken ersten Aufschlag, musste aber wegen des guten Returns der Gegnerin beim zweiten hohes Risiko gehen, was zwangsläufig zu einigen Doppelfehlern führte. In den nächsten Spielen, die alle über Einstand gingen, hatte am Ende hatte Melnikova, die versuchte König permanent unter Druck zu setzen, immer die Nase vorne. Nach 50 Minuten  hieß es 6:1. Im zweiten Satz bot sich das gleiche Bild. Melnikova war bestrebt, mit schnellem Spiel König nicht zur Entfaltung ´kommen zu lassen, die merklich weniger Fehler macht und sehenswerte Punkte rausspielte. Trotzdem war es Melnikova, die nach 95 Minuten den ersten Matchball hatte. Den konnte König noch abwehren, aber dann verwandelte Melnikova ihre zweite Chance zum6:2 und gewann die 14 Gronau Open.

Bürgermeisterin Sonja Jürgens, Frank Overkamp, Vorstandssprecher der Volksbank Gronau-Ahaus, Michael Müller, R+6V Versicherung und Turnierleiter Sven Gabbe zollten beiden Finalistinnen großen Respekt für ihre Leistungen während der gesamten Gronau Open. Denn in diesem Turnier, das zu den drei stärksten in Deutschland mit der höchsten Punktewertung zählt, ohne Satzverlust das Finale zu erreichen, ist schon etwas Besonderes.

14. Gronau Open um den R+V Cup

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