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1. Tennis Point-Bundesliga: Blau-Weiss Halle holt Unentschieden in Köln

1. Tennis Point-Bundesliga: Blau-Weiss Halle holt Unentschieden in Köln

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Mit den erwarteten Spitzenleuten wie unter anderem Andreas Seppi (ATP 87) und Dustin Brown (ATP 97) präsentierte sich Gastgeber Deutsche Öl und Gas Rot-Weiss Köln zum Saisonauftakt 2017 in der 1. Tennis-Point Bundesliga seinen Fans. Immerhin waren 2.300 Zuschauer auf die Anlage am Olympiaweg gekommen, denn die Begegnung gegen den vierfachen Deutschen Meister Blau-Weiss Halle versprach Hochspannung. Denn auch das GERRY WEBER-Team aus Ostwestfalen war personell mit Jan-Lennard Struff (ATP 44) an Nummer eins gut aufgestellt. „Es war eine großartige Begegnung“, so Halles Teamchef Thorsten Liebich, der nach Ende der Begegnung aber auch zugab: „Wir hätten auch verlieren können“.


Mit einer Niederlage startete der Deutsche Meister Badwerk Gladbacher HTC in den Spielbetrieb, die beim Geheimfavoriten Blau-Weiß Krefeld mit 2:4 unterlagen. Krefeld hatte an Nummer eins den Deutsch-Argentinier Horacio Zeballos aufgeboten, der den Spanier Albert Ramos-Vinolas in zwei Sätzen besiegen konnte. Den zweiten Krefelder Einzelsieg buchte der Italiener Marco Cecchinato gegen den Litauer Ricardas Berankis mit 10:6 im Champions Tiebreak. Der Titelverteidiger holte seine zwei Punkte im Einzel mit Marton Fucsovics (Ungarn) und Aleksandr Nedovyesov aus Kasachstan. Die aufgebotenen Krefelder Doppel Zeballos/Gaiso und Cecchinato/Bagnis stellten den umjubelten Sieg auf der Stadtwald-Anlage sicher. Ein achtbares 3:3 Unentschieden erspielte sich der unbekümmerte Aufsteiger TC Weinheim beim routinierten Alpressan Rochusclub Düsseldorf und im Aachener Stadtduell waren die gastgebenden Blau-Weissen bei ihrer 1:5-Heimniederlage gegen Kurhaus Lambertz Aachen chancenlos.
 
Das sich Blau-Weiss Halle letztlich ein Unentschieden  in der Domstadt erspielte, ist ist auf eine geschlossene Mannschaftsleistung zurück zuführen. Und mit etwas Glück wäre letztlich sogar ein Sieg möglich gewesen, denn im letzten Doppel hatten Daniel Munoz de la Nava/Enrique Lopez-Perez sogar drei Matchbälle im Champions Tiebreak gegen das Kölner-Duo Oscar Otte/Andreas Mies auf dem Schläger. Das spanische Paar lag fast aussichtslos mit 2:7 gegen die Domstädter zurück, doch sie fighteten sich zu den besagten Matchbällen, ohne dass sie die nutzen konnten. Mit 6:7(2), 6:1, 12:14 holten sich die Gastgeber den dritten Punkt zum insgesamt gerechten Unentschieden. Zuvor waren die Blau-Weissen erstmals in dieser Bundesliga-Partie in Führung gegangen, obwohl die Kölner mit Seppi/Brown ein klangvolles Doppel aufgestellt hatten. „Wir haben diese Kombination auch so erwartet“, sagt Liebich, der mit Jan-Lennard Struff/Tim Pütz ein gut harmonierendes Duo dagegen stellte. Diese beiden können Doppel und sie siegten demzufolge auch erwartungsgemäß mit 7:5, 7:6(5) und Halle hatte sich ein 3:2-Zwischenresultat erspielt.
 
Der erste Spieltag wurde aber wie immer mit den Einzelrunden eröffnet und die Kölner schickten an Position drei Santiago Giraldo (ATP 101) gegen Daniel Munoz de la Nava (ATP 465) sowie Oscar Otte ATP 170) gegen den spanischen Neuzugang Enrique Lopez-Perez (ATP 250) in Reihen des GERRY WEBER-Teams auf den Platz. Während der 26-jährige Spanier mit 3:6, 1:6 dem gut aufgelegten Otte etwas unter Wert geschlagen wurde, machte sein neun Jahre älterer Teamkollegen es wesentlich besser. Auch wenn seine Ranglistenposition 465 jenseits von Gut und Böse ist, zeigte Daniel Munoz de la Nava dem 29-jährigen Santiago Giraldo die spielerischen Grenzen auf. Der Kolumbianer, immerhin schon mal die Nummer 28 der Welt gewesen, unterlag dem sehr konzentriert aufspielenden Madrilenen mit 4:6, 5:7.
 
Das emotionalste Duell auf der roten Asche lieferte wieder einmal Dustin Brown, der auf den Georgier Nikoloz Basilashvili traf. Der Deutsch-Jamaikaner präsentierte sich in blendender Spiellaune und mit jedem gelungenen Stoppball wurde er noch sicherer. Hohes Tempo und hin und wieder Traumbälle ließen den aus Tiflis stammenden 25-Jährigen  nie zu seinem Spiel finden und er war am Ende bei seiner 3:6, 1:6-Niederlage auch chancenlos. In dem Duell der beiden Spitzenleute war der Südtiroler Andreas Seppi vom ersten Ballwechsel an zunächst besser im Spiel, denn Jan Lennard Struff spielte einfach schlecht. Doch Struff wäre nicht Mister Bundesliga, wenn er nicht über seinen Willen ins Spiel gefunden hätte. Der 3:6 Satzrückstand war vergessen und mit dem gleichen Resultat war der Ausgleich hergestellt. Nun war Halles Nummer eins im Bundesliga-Modus und der ehemalige Weltranglisten-18. verlor mit 5:10 den Champions Tiebreak gegen Struff, was zum zwischenzeitlichen 2:2 nach vier Einzeln geführt hat.

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