Nervenkitzel pur, hochklassige Spiele und die
Nachwuchsspieler des WTV mittendrin. Vier Chancen auf einen Finaleinzug
im “Einzel“ hatten sich die Aktiven im Vorfeld erarbeitet, mussten die Titelträume dann
aber größtenteils “ad acta“ legen. Taya Morderger (U14) wird die “WTV-Fahnen“
aber weiterhin hochhalten und löste in einer bärenstarken Partie gegen Amelie Intert
(TC RW Wahlstedt) das Ticket für das Finale. Nach drei umkämpften Sätzen, 6:1,
5:7 und 7:5, war der Jubel riesengroß. „Zwischenzeitlich hatte sie ihre Linie
verloren, fing sich dann aber wieder und setzte sich schließlich hochverdient
durch“, freute sich WTV-Verbandstrainer Jens Wöhrmann.
Yana Morderger blieb in ihrem Halbfinale gegen Antonia
Lottner (TC Moers) jedoch vollkommen chancenlos. „Ihre Gegnerin war
übermächtig“, beschrieb Wöhrmann das ungleiche Duell, das nach einem deutlichen
6:2 und 6:0 nur von kurzer Dauer war. Zum internen “Morderger-Finale“ reichte
es somit nicht, dafür waren die beiden Schwestern im Doppel-Finale aber letztlich nicht zu
stoppen und besiegten das Duo Lottner/Intert mit 2:6, 6:2 und 7:6 (11:9).
Als leichte Favoriten ging Dinah Pfizenmaier (U18) in ihr
Halbfinale gegen Laura Schäder (TC Sonnbr. Heilbronn) und erwischte auch direkt
einen guten Auftakt. Beim Stande von 5:3 im ersten Satz hatte sie einige
Chancen zur beruhigenden 1:0-Führung in den Durchgängen, „hatte nach vielen leichten
Fehlern mit 6:7 aber doch das Nachsehen“, erklärte Wöhrmann. Im zweiten
Durchgang blieb Pfizenmaier lange hinter ihren Möglichkeiten zurück. 1:5 lag
sie schnell hinten und hatte bereits Matchbälle gegen sich. „Fortan hat sie aber
richtig gefightet und fand bis zum 5:5 ihre gewohnte Lockerheit wieder“, hoffte
auch Wöhrmann auf die endgültige Wende im Spiel. In den folgenden und entscheidenden Momenten
hatte Schäder danach aber das Glück auf ihrer Seite und zog nach einem 7:5 in
das Finale ein. „Bitter für Pfizenmaier. Für sie waren es die letzten Deutschen
Jugend-Meisterschaften. Schade, dass es nicht zu mehr gereicht hat, aber einen
Vorwurf können wir ihr ganz bestimmt nicht machen. Sie hat klasse gespielt“,
sagte Wöhrmann. Ohne Titel musste sie die Heimreise aber nicht antreten. An der
Seite von Julia Kimmelmann (TC GW Aachen) wurde das Doppel-Finale mit 6:2 und
6:2 gegen das Team Witthöff/Levers veredelt.
Daniel Masur (Mindener TK) musste sich in der U16-Konkurrenz
nach langem Kampf (6:7, 6:3 und 1:6) knapp geschlagen geben. Gegen Michael Bogner (TC Amberg am
Schanzl) entwickelte sich ein sehenswertes Spiel, das im dritten Satz dann aber
deutlich zu Gunsten von Bogner entschieden wurde. „Im zweiten Durchgang hatte
Masur richtig starkes Tennis gespielt. Leider konnte er diese Leistung nicht in
den dritten Satz transportieren“, analysierte Wöhrmann. Aber auch Masur sollte
nicht leer ausgehen. In der Einzel-Konkurrenz gerade noch Kontrahenten, im
Doppel ein unschlagbares Duo. Neben Michael Bogner setzte sich Masur die Krone
auf.
„Wir können schon absolut zufrieden sein, auch wenn in den
Einzeln sicherlich ein wenig mehr drin war. Drei Doppel-Titel mit
WTV-Beteiligung hatte aber keiner erwartet“, freute sich Verbandstrainer Jens
Wöhrmann über die guten Ergebnisse.
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