“DJHM 2010“ – “WTV-Fahnen“ wehen auch im Finale
Geschrieben von Andreas Wunder   
Samstag, 6. März 2010

Nervenkitzel pur, hochklassige Spiele und die Nachwuchsspieler des WTV mittendrin. Vier Chancen auf einen Finaleinzug im “Einzel“ hatten sich die Aktiven im Vorfeld erarbeitet, mussten die Titelträume dann aber größtenteils “ad acta“ legen. Taya Morderger (U14) wird die “WTV-Fahnen“ aber weiterhin hochhalten und löste in einer bärenstarken Partie gegen Amelie Intert (TC RW Wahlstedt) das Ticket für das Finale. Nach drei umkämpften Sätzen, 6:1, 5:7 und 7:5, war der Jubel riesengroß. „Zwischenzeitlich hatte sie ihre Linie verloren, fing sich dann aber wieder und setzte sich schließlich hochverdient durch“, freute sich WTV-Verbandstrainer Jens Wöhrmann.

Yana Morderger blieb in ihrem Halbfinale gegen Antonia Lottner (TC Moers) jedoch vollkommen chancenlos. „Ihre Gegnerin war übermächtig“, beschrieb Wöhrmann das ungleiche Duell, das nach einem deutlichen 6:2 und 6:0 nur von kurzer Dauer war. Zum internen “Morderger-Finale“ reichte es somit nicht, dafür waren die beiden Schwestern im Doppel-Finale aber letztlich nicht zu stoppen und besiegten das Duo Lottner/Intert mit 2:6, 6:2 und 7:6 (11:9).

Als leichte Favoriten ging Dinah Pfizenmaier (U18) in ihr Halbfinale gegen Laura Schäder (TC Sonnbr. Heilbronn) und erwischte auch direkt einen guten Auftakt. Beim Stande von 5:3 im ersten Satz hatte sie einige Chancen zur beruhigenden 1:0-Führung in den Durchgängen, „hatte nach vielen leichten Fehlern mit 6:7 aber doch das Nachsehen“, erklärte Wöhrmann. Im zweiten Durchgang blieb Pfizenmaier lange hinter ihren Möglichkeiten zurück. 1:5 lag sie schnell hinten und hatte bereits Matchbälle gegen sich. „Fortan hat sie aber richtig gefightet und fand bis zum 5:5 ihre gewohnte Lockerheit wieder“, hoffte auch Wöhrmann auf die endgültige Wende im Spiel. In den folgenden und entscheidenden Momenten hatte Schäder danach aber das Glück auf ihrer Seite und zog nach einem 7:5 in das Finale ein. „Bitter für Pfizenmaier. Für sie waren es die letzten Deutschen Jugend-Meisterschaften. Schade, dass es nicht zu mehr gereicht hat, aber einen Vorwurf können wir ihr ganz bestimmt nicht machen. Sie hat klasse gespielt“, sagte Wöhrmann. Ohne Titel musste sie die Heimreise aber nicht antreten. An der Seite von Julia Kimmelmann (TC GW Aachen) wurde das Doppel-Finale mit 6:2 und 6:2 gegen das Team Witthöff/Levers veredelt.

Daniel Masur (Mindener TK) musste sich in der U16-Konkurrenz nach langem Kampf (6:7, 6:3 und 1:6) knapp geschlagen geben. Gegen Michael Bogner (TC Amberg am Schanzl) entwickelte sich ein sehenswertes Spiel, das im dritten Satz dann aber deutlich zu Gunsten von Bogner entschieden wurde. „Im zweiten Durchgang hatte Masur richtig starkes Tennis gespielt. Leider konnte er diese Leistung nicht in den dritten Satz transportieren“, analysierte Wöhrmann. Aber auch Masur sollte nicht leer ausgehen. In der Einzel-Konkurrenz gerade noch Kontrahenten, im Doppel ein unschlagbares Duo. Neben Michael Bogner setzte sich Masur die Krone auf.

„Wir können schon absolut zufrieden sein, auch wenn in den Einzeln sicherlich ein wenig mehr drin war. Drei Doppel-Titel mit WTV-Beteiligung hatte aber keiner erwartet“, freute sich Verbandstrainer Jens Wöhrmann über die guten Ergebnisse.

Weitere Informationen zu den "DJHM 2010" finden Sie hier.

 
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